Die heute lebenden Islandpferde sind Nachkommen des europäischen Wildpferdes. Dies wurde von germanischen Stämmen gezähmt und in Gebrauch genommen. Europäische Wildpferde kamen so auch nach Skandinavien und England. Von dort gelangten sie im 9. Jahrhundert mit den Landnehmern nach Island. Die Siedler brachten keine einheitliche Pferderasse mit. Ob die Urahnen der heutigen Islandpferde aus Norwegen stammten oder aus Schottland, jedenfalls müssen es robuste Kleinpferde gewesen sein, die auf den nicht sehr geräumigen Wikingerschiffen Platz hatten.
In Island erfolgte eine harte und einzigartige Auslese. Die Pferde mussten den kargen Umweltbedingungen gewachsen sein oder sie gingen zu Grunde. Eine wesentliche Entscheidung der Isländer kam noch hinzu. Es war das im Jahr 1000 vom Althing beschlossene und noch heute gültige Einfuhrverbot für Pferde. Dies gab letztlich den Ausschlag für die Entstehung der Rasse des Islandpferdes. Die harte Naturauslese schuf ein Pferd, das sich auf eine Widerristhöhe von 130 bis 145 cm einpendelte.
